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Digitalisierung, Rechenzentrum, Cloud

Digitalisierung

Der Energie- und Ressourcenbedarf der Digitalisierung ist ein zentrales Thema, das zunehmend in den Fokus rückt, insbesondere im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaschutz. Digitale Technologien wie KI, Big Data, Cloud Computing und Rechenzentren sind aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken, doch ihr Betrieb ist energieintensiv. Auch der durch die Digitalisierung verursachte CO2-Ausstoß ist erheblich. Schätzungen gehen davon aus, dass er den des weltweiten Flugverkehrs übertrifft. Rund 20 Prozent davon werden durch Rechenzentren verursacht.

Wiederkehrende Aufgaben wie E-Mails schreiben, erledigen immer mehr Menschen mittels Künstlicher Intelligenz. Das spart Zeit und schont die Nerven. Was die Effizienz des Einzelnen erhöht, hat aber auch einen Preis. So verbraucht eine mit KI generierte E-Mail, die 100 Wörter umfasst, 0,14 Kilowattstunden. Mit der gleichen Menge Strom könnte man 14 LEDs eine Stunde lang betreiben. Auch die Auswirkungen auf den Wasserverbrauch sind erheblich. Denn die Server in den Rechenzentren werden oft mit Wasser gekühlt. Runtergerechnet auf eine E-Mail, ergibt sich ein Verbrauch von 518 Millilitern – mehr als einem halben Liter. Nicht nur die Nutzung von KI kostet wertvolle Ressourcen. Insbesondere das langwierige Trainieren der KI-Assistenten verbraucht Unmengen an Strom und Wasser. So recherchierten Journalisten der Washington Post, dass die Rechenzentren von Microsoft 700.000 Liter Wasser brauchten, um GPT-3 zu trainieren.

Die wachsende Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) erhöht den Energieverbrauch und bringt erhebliche Umweltauswirkungen mit sich. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung Einsparpotenziale, zum Beispiel durch intelligente Steuerungssysteme in sogenannten Smart Grids, die den Energieverbrauch effizienter gestalten können. Auch im privaten Bereich helfen Smart-Home-Technologien dabei, den Energieverbrauch zu optimieren, indem sie beispielsweise die Wärmeversorgung automatisieren.

Allerdings steht die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung oft im Konflikt mit dem steigenden Ressourcenbedarf. Die Herstellung digitaler Geräte erfordert den Einsatz von seltenen Rohstoffen, und die immer kürzere Lebensdauer der Geräte führt zu einer erhöhten Umweltbelastung. Ansätze wie die Kreislaufwirtschaft und die Nutzung von Recycling-Materialien werden deshalb immer wichtiger, um den Ressourcenverbrauch zu senken.

Für den Unterricht bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten, um Schülerinnen und Schüler für den bewussten Umgang mit digitalen Technologien und ihren Auswirkungen auf Energie und Umwelt zu sensibilisieren. Dabei können beispielsweise die Energiebilanz der Digitalisierung oder die Rolle von IKT bei der Energiewende betrachtet stehen.​ Wer sich dem Thema praktisch widmen möchte, kann dies bei einer Werksführung bei einem Energieunternehmen tun. Alle Angebote gibt’s auf Engagement vor Ort. Weiterführende Anregungen für den Unterricht bieten unsere Link- und Literaturtipps.

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